Über das Internet ist Pornografie heute flächendeckend, kostengünstig und diskret1 verfügbar. Entsprechende Angebote nutzen nicht nur Erwachsene, sondern ebenso ein Großteil der Minderjährigen.2 Was die einen als Errungenschaft der liberalen Bildungsgesellschaft feiern,3 verurteilen andere als Sittenverfall und warnen vor den Folgen für heranwachsende Generationen.4 Die vorliegende Arbeit möchte aus der Perspektive christlicher Ethik zur Beurteilung der ethischen Güte des Pornografie-Konsums beitragen. Dies erfolgt anhand einer dreifachen Fragestellung:

Welche Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft sieht die interdisziplinäre Sexologie aus der Produktion und dem Konsum digitaler Pornografie erwachsen? Wie können diese
Forschungsergebnisse mit christlicher Sexualethik ins Gespräch gebracht werden – diese befruchten und von ihr Ergänzung erfahren? Welche Gedankenanstöße kann dieses Gespräch der Disziplinen dem informierten Leser für seine existenzielle Bewertung der Güte von Pornografie bieten?

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