Es gehört zu den Spezifika des christlichen Glaubens, dass er untrennbar mit der Person Jesu Christi, dem inkarnierten lo,goj, verbunden ist. Die Frage nach dessen Identität wird dabei seit jeher unterschiedlich beantwortet. Manche hielten Jesus für Elia oder Jeremia, andere für einen Besessenen (Mt 14,2; 16,14; 21,11; Joh 7,20; 10,20). In der heutigen Zeit wird er als Freiheitskämpfer, Tierschützer oder moralischer Lehrer dargestellt. Immer wieder projezieren Menschen ihre eigene Ideologie auf die Heilige Schrift und den, auf den sie weist1 . Um solche Fehlvorstellungen zu korrigieren, ist es hilfreich, auf das zu hören, was Jesus über sich selbst sagt2 . Wer das tut, stößt auf ungeheuerliche Aussagen, insbesondere im Johannesevangelium, wobei davon ausgegangen wird, dass dieses Evangelium tatsächlich von Johannes, dem Jünger Jesu verfasst wurde3 , der uns den ǁiƌkliĐheŶ, „histoƌisĐheŶ͞ Jesus ďesĐhƌeiďt4 . In der vorliegenden Arbeit sollen die von Johannes notierten Ich-bin-Worte Jesu untersucht werden, wobei eine Schwerpunktsetzung unabdingbar ist.

FaciusD_MThMiniThesis_final_Apr2016